Katholische Singschule Backnang

Interview mit Diana Weindel

Liebe Frau Weindel, Sie sind die neue Leiterin der Katholischen Singschule Backnang. Herzlichen Glückwunsch noch einmal zu der Wahl. Worauf freuen Sie sich am meisten bei der neuen Aufgabe?

Vielen Dank! Ich freue mich besonders darauf, mit Kindern und Jugendlichen aller Altersgruppen zu arbeiten, diese idealerweise viele Jahre musikalisch zu begleiten und mit ihnen zu wachsen. Eine spannende Aufgabe!

Wie hat das mit der Musik bei Ihnen angefangen. Können Sie sich noch an ein besonderes Erlebnis als Kind erinnern?

Erinnern kann ich mich selbst an diese Situation leider nicht, aber meine Eltern erzählen, dass ich einmal als ganz kleines Kind im Kindersitz des Fahrrads angefangen habe, zu singen, und zwar so klar und schön, dass klar war: Das Kind muss zur Musikschule.

Gibt es ein (musikalisches) Vorbild? Wer hat Sie später am meisten geprägt, oder von wem haben Sie als Musikerin und Chorleiterin am meisten gelernt?

Prägend in musikalischer, aber auch pädagogischer Hinsicht waren sicher zwei meiner Lehrer im Masterstudium an der Folkwang Universität der Künste, mein Gesangslehrer Gregor Finke sowie mein Professor für Chorleitung, Werner Schepp. Beide haben mich gefordert, auch herausgefordert im musikalischen und menschlichen Sinne. Ich konnte auf sie trauen, sie haben mir etwas zugetraut, in ihrem Unterricht durfte ich wachsen und meinen eigenen Weg finden, musikalisch und persönlich. Dass ich die Chorleitung zu meinem Beruf gemacht habe, verdanke ich der unglaublich motivierenden Chorarbeit von Martin te Laak und dem tollen Aachener Kammerchor! Ich würde mich freuen, wenn ich meinen Sängerinnen und Sängern ähnlich positive Erfahrungen ermöglichen könnte!

Martin, Werner, Gregor, solltet ihr das jemals lesen: auf diesem Weg ein herzliches Danke!!! 🙂

Haben Sie ein Lieblingsstück oder einen Lieblingskomponisten?

Ich muss zwei Lieblingsstücke für Chor nennen, und die Liste ließe sich sicher endlos fortführen: Wolfram Buchenberg, „As vil in gote, as vil in fride“ in der Rolle als Chorsängerin und „Dona nobis pacem“ aus der Missa Canonica von Johannes Brahms als Hörerin. Beide Stücke treffen in unterschiedlichster Tonsprache den Grundgedanken menschlichen Daseins!

Und bei welcher Musik würden Sie den Sender wechseln?

Bei jeder Art computererzeugter Musik. Da fehlt mir was…

Sie spielen ja auch Instrumente. Was reizt Sie aber am Singen besonders? Und was an der Chorleitung?

Mein Lieblingsinstrument ist das Cello, neuerdings bin ich stolze Besitzerin einer Tenor-Ukulele. Beides Instrumente, die nah am Körper sind und deren Schwingung den ganzen Körper erfasst. Ähnlich ist es mit dem Singen, es lässt den ganzen Körper schwingen. Jeder kennt den Effekt, den sogar die kleinste gesummte Melodie auf unser Wohlbefinden haben kann. Mit Sängern zu arbeiten, ist eine besondere Verantwortung und Freude!

Corona hat ja auch massive Auswirkungen auf die Chorproben. Haben Sie schon Pläne, wie es in den ersten Monaten des Jahres unter Coronabedingungen weitergehen kann?

Im vergangenen Jahr durfte ich zum Thema Chor und Corona schon reichlich Erfarungen sammeln. Jetzt im Lockdown bleibt uns noch der digitale Probenweg, sicher eingeschränkt durch technische Möglickeiten. Sobald wie möglich werden wir den Probenbetrieb vor Ort wieder aufnehmen. Für eine genaue Planung bleibt sicher abzuwarten, wie sich die Situation im Februar darstellen wird.

Wenn Sie gerade keinen Chor leiten, was machen Sie dann am liebsten. Gibt es Hobbies, die Sie uns verraten?

Ich schwimme mit Begeisterung und trainiere in der Regel dreimal die Woche in einer Trainigsgruppe. Ansonsten: draußen sein und dicke Bücher lesen, am Besten beides in Kombination!

Musikalische Früherziehung

für Kinder ab 5 Jahren

  • donnerstags 15:00–15:45
    Gemeindesaal Christkönig
    Elbinger Straße 12
  • freitags 15:00–15:45
    Gemeindesaal St. Johannes
    Lerchenstraße 18

Im Mittelpunkt der musikalischen Früherziehung mit sängerischem Schwerpunkt für 5-7jährige Kinder stehen die Anregung und Ausbildung von:

  • Singen und Sprechen
  • Elementarem Instrumentalspiel
  • Bewegung und Tanz

Dabei wird die Spiellust und Fantasie, die Gefühlswelt und Wahrnehmungsfähigkeit der kindlichen Persönlichkeit angesprochen und gefördert. Es entsteht ein Raum, in dem das Kind seine eigene Stimme mit Freude und ohne Bewertung entdecken kann.

Hauptchor

mit Stimmbildung für Kinder ab 8 Jahren

  • donnerstags (Mädchen) 16:00–17:30
    Gemeindesaal Christkönig
  • freitags (Jungen) 16:00–17:30
    Gemeindesaal St. Johannes

Im Hauptchor

stehen die Stimmentfaltung, das selbständige Halten einer zweiten Stimme und die Hinführung zur Mehrstimmigkeit  im Mittelpunkt der wöchentlichen Chorarbeit. Parallel zur Probe erhalten die Kinder Stimmbildungsunterricht.

Die Kinder des Hauptchores gestalten durch das Jahr hindurch verschiedene Gottesdienste (z.B. die Feier der Erstkommunion) und erarbeiten zweimal im Jahr ein Singspiel, Musical oder Konzertprogramm, darunter das schon zur Tradition gewordene Weihnachtssingspiel am Heiligabend. Kinderkonzerte, Ausflüge und Probenfreizeiten runden das Programm ab.

Jungs sind anders.

Und Mädchen auch. Deshalb probt Christiane Schulte  mit den Jungen und Mädchen ihrer Hauptchöre getrennt. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung, den Berichten von Kollegen und nach Gesprächen mit den Eltern hat sie sich dazu entschlossen und ist überzeugt, dass beide Geschlechter davon profitieren.

Derzeit singen in der Singschule über 80 Kinder und Jugendliche von 4 bis 18 Jahren. Die Kleinen  gehen noch gemeinsam zur Musikalischen Früherziehung mit sängerischem Schwerpunkt. Im Hauptchor erfolgt dann die Trennung von Jungen und Mädchen. Der Jugendchor CHORios probt  wieder zusammen.

Durch die Bildung von Jungen- und Mädchengruppen für die Kinder im Grundschulalter kann die Entwicklung der eigenen Singstimme nun noch besser gelingen. Jungen und Mädchen müssen unterschiedlich angesprochen werden und brauchen eine andere Art der Motivation. Auch in ihrem unterschiedlichen Stimmklang können sie gezielter gefördert werden. Weiterhin erhalten die Kinder parallel zu den Proben Stimmbildung.

Jugendchor CHORios

Der ökumenische Jugendchor CHORios der Kath. Gesamtkirchengemeinde Backnang besteht zur Zeit aus ca. 25 Jugendlichen im Alter von 12-18 Jahren aus dem gesamten Stadtgebiet.. Der Chor singt Musik aller Stilepochen von Klassik bis Jazz/Pop. Unter anderem wurde Schuberts „Winterreise“ in einer szenischen Interpretation für Jugendchor und Solist erarbeitet und aufgeführt. 2009 errang der Chor für seine Interpretation der Kinderoper „Der kleine Schornsteinfeger“ von Benjamin Britten den zweiten Preis beim landesweiten Wettbewerb „Lottomusiktheaterpreis 2009“.

Der Jugendchor gestaltet Jugendgottesdienste, die Firmung, singt auf Wunsch auch bei Hochzeiten und anderen Anlässen und erarbeitet möglichst alle zwei Jahre ein Musical- oder Konzertprogramm, das in der Regel auf einer Chorfreizeit intensiv einstudiert wird. Zuletzt wurde mit großem Erfolg die Popmesse „Unexpected“ von Sebastian Heeß uraufgeführt.

Parallel zur Probe erhalten die Sängerinnen und Sänger Stimmbildungsunterricht in Kleingruppen.

Interessierte Jugendliche sind herzlich eingeladen zum Schnuppern und Mitsingen.

Probe: freitags, 18:00–19:30 Uhr
Kath. Gemeindehaus, Lerchenstr. 18

Jahresbeitrag für alle Gruppen der Singschule

  • 85 € für ein Kind
  • 140 € für zwei Kinder einer Familie
  • 150 € für drei und mehr Kinder einer Familie

Kontakt

Leiterin der Singschule
Diana Weindel
Obere Bahnhofstraße 26
71522 Backnang

diana.weindel@katholisch-backnang.de

Stimmbildnerin
(Hauptchor Jungen, Jugendchor CHORios)
Desirée Eisele
desiree-eisele@web.de
(01 57 ) 35 17 59 83

Stimmbildnerin
Sarah Rehberg
(Hauptchor Mädchen)
sarah@rehbergweb.de