In diesen Kriegswochen erhält die biblischen Passionserzählung eine neue Relevanz. Sie wird – einmal mehr – zu einer Projektionsfläche für das unermessliche Leid, das menschliche Gewalt anrichtet. Insgesamt sieben Sopranarien mit obligater Violine sowie eine Violinsonate aus Bibers Rosenkranzsonaten erklingen in diesem Programm zur Passionszeit am Sonntag, den 27. März um 18 Uhr in der Christkönigskirche in Backnang.

Die eigentliche Passionsgeschichte vom Verrat des Judas bis zum Tod Jesu wird in fünf Arien von Händel und Kaiser nacherzählt. An der Stelle der Kreuzigung erklingt Violinsonate mit dem Titel „Die Kreuzigung Jesu“. Dieser Moment des Programms lädt die Zuhörer zu einem textlosen Miterleben des zentralen Moments der Passionsgeschichte ein. Den Rahmen der Handlung bilden zwei weitere Arien, welche aus der Feder des Wiener Hofkomponisten Antonio Caldara stammen. In ihnen erzählt Maria Magdalena aus ihrer Sicht über die Geschehnisse. Während sie sich in ihrer ersten Arie, dem Beginn des Konzerts, die Schuld am Tod Jesu gibt, steht sie am Ende am Felsengrab und bittet die Steine, dass sie ihr den Liebsten zurückgeben und ihr Frieden schenken mögen.

Ausführende sind Sophie Sauter, Sopran, Dietlind Mayer, Barockvioline, Dimitri Dichtiar, Violoncello, und Nils Pfeffer, Cembalo.

Zwanzig Minuten vor dem Konzert, um 17.40 Uhr, beginnt der Ohrenöffner, eine kurze Einführung in das Konzertprogramm

Zutritt nur unter 3G. In der Kirche gelten die üblichen Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen, insbesondere die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund-/Nasebedeckung, mindestens nach FFP2-Standart. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte beachten Sie auch die aktuellen Infos dazu auf www.katholisch-backnang.de.