Vorab: die beiden Konzerte ist bereits ausgebucht. Es können keine weiteren Anmeldungen entgegen genommen werden.

Das fünfte und letzte Konzert im Rahmen des Orgelsommers „Back with Bach“ am 12. September ist „Bach und die barocke Weltordnung“ überschrieben. Der Kölner Organist, Pianist und Cembalist Markus Märkl (Köln) spielt sein Programm zweimal: um 17 Uhr und um 19 Uhr in der St.-Johannes-Kirche in Backnang.

  • Laut der neuesten Corona-Verordnung  ist für Konzerte ein Nachweis über Impfung, Genesung oder Test notwendig. (https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/faq-corona-verordnung/)
  • Und es werden die Kontaktdaten erfasst, daher empfiehlt es sich, rechtzeitig zu kommen.
  • In der Kirche gelten dann die üblichen Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen.

Markus Märkl hat für seine Backnanger Konzerte ein kunstvolles und vielschichtiges Programm komponiert. Er gliedert die ausgewählten Bach-Werke unter folgende Überschriften: „Wie im Himmel“ – „So auf Erden“ – „Carpe Diem“ – „Memento mori“.

Das 17. Jahrhundert war entscheidend von den leidvollen Erfahrungen des 30-jährigen Krieges geprägt. Tod und Vergänglichkeit gehörten zum Alltag, was sich in einer eher geringeren Lebenserwartung und einer hohen Kindersterblichkeit auswirkte. Umso mehr galt es das Leben in seiner Unabwägbarkeit auszukosten: Carpe diem im Gegensatz zum Memento Mori als sich ergänzende Antipoden dieser Zeit. Dazu bestand die Weltordnung dieser heute als Barock bezeichneten Epoche aus einem noch unerschütterlichen Gefüge von tief religiösem Gottesglauben und Obrigkeit; die Fürsten an ihren Höfen repräsentierten quasi die göttliche Führung auf Erden, lebten aber nicht selten ein höfisches Leben in Überfülle und exzessivem Luxus. Der einfache Bürger hingegen hatte mit der Armut des Alltags zu kämpfen und war oftmals um das nackte Überleben bemüht.

Märkl nennt sein Programm „Ein musikalisches Sonett in 14 Versen“. Die 14 Werke gliedern sich nämlich in der Form eines Sonetts,  in 4+4+3+3 Stücke. Außerdem ist 14 eine „Bach-Zahl“: im Zahlenalphabet ergibt sie sich aus den Buchstaben b, a, c und h = 2+1+3+8.

Markus Märkl studierte Orgel und Cembalo, unter anderem in Basel bei Jean-Claude Zehnder Orgel und Andreas Staier. Von Oktober 1993 bis Juli 1995 unterrichtete er an der „Schola Cantorum Basiliensis“ Generalbass und Improvisation. Im August 1995 zog Märkl nach Paris, gleichzeitig begann er eine internationale Konzerttätigkeit, die ihn neben vielen Ländern Europas nach Australien, Israel, Singapur, Südamerika und die USA führte. Ab 1993 entwickelte sich eine intensive musikalische Zusammenarbeit mit dem Countertenor Andreas Scholl als dessen ständiger Cembalist. 1998 zog Märkl nach Köln, wo er seither als freischaffender Musiker lebt. Im Dezember 2003 wurde er Mitglied des Kölner Ensembles CordArte, das sich vor allem unentdecktem Repertoire des 17. Jahrhunderts widmet. Von 2005 bis 2013 war Märkl Pianist des Kölner Ensembles Le Quatuor Romantique.

Hier das Gesamtprogramm von BACK with Bach:

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