Die Stellungsnahme des Gesamtkirchengemeinderats:

Über das Verbot der Segnung homosexueller Paare durch die römische Kurie sind wir sehr enttäuscht!
Denn ein solches Verbot widerspricht dem Wertesystem und Menschenbild, wie wir es als
Christen verstehen.
Nach unserer tiefen Überzeugung ist jeder Mensch, weil Gottes Geschöpf, gleichwertig.
Die Abwertung homosexuell veranlagter Menschen widerspricht heutigen theologischen und humanwissenschaftlichen Erkenntnissen.
Wir als Gemeinde, also als Kirche vor Ort, wollen offen auf Menschen zugehen und niemanden aus fragwürdigen Kriterien ausschließen. Wir wertschätzen und achten den einzelnen Menschen in seinem Menschsein und mit seiner Sehnsucht nach Liebe und Partnerschaft, egal ob er homosexuell oder heterosexuell orientiert ist. Die Liebe zwischen Menschen, die Verantwortung für einander übernehmen, ist gut und segensreich. Wenn die Liebenden dann um Gottes Segen bitten, können wir das aus voller Überzeugung unterstützen.

Die Aktion der Ministranten und Jugendlichen, bei der sie durch das Hissen von Regenbogenfahnen und das Aufhängen von Transparenten auf die Wertschätzung aller Menschen hingewiesen haben, hat uns sehr beeindruckt. Wir stellen uns als GKGR ausdrücklich hinter diesen mutigen und klaren Schritt!
Als GKGR stehen wir dahinter, wenn unser Pfarrer oder pastorale Mitarbeitende homosexuellen Paaren den Segen Gottes spenden.

Mit dem Synodalen Weg verbinden wir die Hoffnung, dass eine gute, zukunftsweisende Lösung für die Segnung von sich liebenden Paaren gefunden wird.

Beschluss des GKGR am 28. April 2021