In der Passionsandacht in der Christkönigskirche am Palmsonntag, den 28. März um 18 Uhr treffen zwei moderne Interpretationen des Kreuzwegs Jesu aufeinander: das Wandmosaik, das der Schorndorfer Künstler Alfred Seidel 1965 für die Christkönigskirche in Backnang geschaffen hat und die Backnanger Erstaufführung einer Kreuzwegkomposition des amerikanisch-deutschen Komponisten Bernard Wayne Sanders. Entstanden ist das Werk im Lauf der vergangenen Corona-Monate. Die erste Aufführung findet in Tuttlingen statt, die zweite am Palmsonntag in Backnang.

Der 1913 in Breslau geborene und durch die Kriegswirren nach Schorndorf gelangte Adolf Seidel hat seit den späten 50er Jahren etliche Arbeiten für neu entstandenen katholischen Kirchen angefertigt: Altäre, Tabernakel, Fenster und Wandreliefs und – mosaike. In der Backnanger Christkönigskirche ist neben dem Kreuzweg auch das große Mosaik in der Altarwand von ihm. In seiner Darstellung fasst er einige der meist 14 Stationen des Kreuzwegs in einem Tableau zusammen.

Die 14 Bild-Stationen des Kreuzwegs finden ihre Entsprechung in sieben Praeludien und sieben Fugen von Bernard Wayne Sanders. Trotz dieses strengen formalen Aufbaus und der nie die Tonalität gänzlich verlassenden Klangsprache ist die Musik von großer Eindringlichkeit, Expressivität und Bildhaftigkeit. An der Orgel spielt Reiner Schulte.

Der Gottesdienst findet unter den üblichen coronabedingten Einschränkungen statt. Eine Anmeldung vorab ist aber nicht nötig.

Hier können Sie ein Interview zu dem neuen Werk von Bernard Sanders mit dem Komponisten und Reiner Schulte sehen:

 Und hier ist das Werk zu hören: