Die sieben Thesen fordern eine Reform der katholischen Kirche.

Engagierte Mitglieder der beiden katholischen Kirchengemeinden fordern im Rahmen der bundesweiten Aktion von Maria 2.0, die Kirche lebendig und zukunftsfähig zu gestalten.
In den Thesen wird unter anderem das Ende des Pflichtzölibats, der gleiche Zugang für Frauen und Männer zu allen Ämtern in der Kirche und die umfassende Aufklärung von sexuellem Missbrauch gefordert. Darüber hinaus wird eine wertschätzende Haltung gegenüber selbstbestimmter, achtsamer Sexualität eingefordert. Mit dieser bundesweiten Aktion will die Reformbewegung die deutschen Bischöfe und die Mitglieder des Synodalen Wegs darauf hinweisen, wie die katholische Kirche zukunftsfähig gestaltet werden kann. So soll das Vertrauen in die Institution wieder hergestellt werden. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart beteiligten sich mehr als 100 Kirchengemeinden an der Aktion.

Nachzulesen sind die Thesen unter: Thesen Maria 2.0

Die Frage „Hat die katholische „Männerkirche“ Angst vor Frauen?“ beantwortet Schwester Philippa Rath: „Ich vermute, dass in dieser Frage verschiedene Ängste zusammenkommen: Angst vor Machtverlust und Konkurrenz, Angst vor Frauen im Allgemeinen, Angst vor theologisch und spirituell hoch qualifizierten Frauen, vielleicht auch die Angst, aus den eigenen männerbündischen Netzwerken herauszufallen und sich sozusagen auf dem „freien Markt“ bewähren zu müssen und vieles mehr.“ (in: Katholisches Sonntagsblatt Nr. 8 – 21. Feb. 2021)

Schwester Philippa Rath, Benediktinerin und Delegierte des Reformdialogs Synodaler Weg, hat Lebens- und Berufungszeugnisse von 150 Frauen, die sich zur Diakonin oder Priesterin berufen wissen, gesammelt und als Buch veröffentlicht: Philippa Rath (Hrsg.): „Weil Gott es so will.“ Frauen erzählen von ihrer Berufung zur Diakonin und Priesterin, Herder Verlag 2021, 304 S., 25 Euro