Von Gemeindereferentin Carmen Walter

Jedes Jahr feiern wir am 11. November das Fest des Heiligen Martin von Tours (316/317-397).
In Ungarn geboren, war er zunächst Offizier des römischen Kaisers. Die Mantelteilung am Stadttor
von Amiens mit einem armen, frierenden Bettler ist wohl das Ereignis, dem Martin heute seine
Popularität verdankt. In der folgenden Nacht erschien ihm dann Jesus Christus im Traum mit dem
Mantelstück bekleidet. Diese Begebenheit veranlasste Martin, seinen Dienst beim Kaiser zu
quittieren und fortan Gott zu dienen.
Martin ließ sich taufen, wurde Priester und lebte zunächst als Einsiedler. In der Bevölkerung wurde
er als Ratgeber und Nothelfer geschätzt und scharte bald zahlreiche Anhänger um sich. Um 360
gründete Martin in der Nähe von Poitiers ein Kloster.
372 stand in Tours die Bischofswahl an: Martin war bei der Bevölkerung der Favorit. Er war aber
sehr bescheiden und wollte dieses hohe Amt zunächst nicht annehmen; so versteckte er sich im
Gänsestall. Die Gänse aber schnatterten und gackerten und verrieten so sein Versteck. Daher
auch die Tradition von der Martinsgans. Schließlich ließ Martin sich auf das Amt ein und wurde am
7. Juli zum Bischof geweiht. Im Dienste Gottes sich für Menschen in Not einsetzen war ihm ein
wichtiges Anliegen.

Am 8. November 397 starb der Bischof von Tours im betagten Alter von ca. 81 Jahren. Am 11.
November wurde er beigesetzt.

Die Laternen in diesen Tagen erinnern uns daran, dass Martin wie ein Licht für den Bettler und
notleidende Menschen war. Das Licht der Laternen möchte auch uns ermutigen, füreinander zum
Licht zu werden und so die Welt etwas heller zu machen.

aus: BKZ vom 14.11.2020