Die Musik zur Blauen Stunde am 25. September von 19.14 bis 19:45 Uhr in der Christkönigskirche Backnang wird von dem jungen Altus Jan Jerlitschka und einem Barockensemble gestaltet. Das Programm dieser letzten Blauen Stunde in diesem Jahr geht der Farbe Blau in der marianischen Ikonographie nach. Die Gottesmutter wird oft mit der Farbe Blau dargestellt, der Farbe von Himmel und Meer. Das Blau verknüpft somit Himmlisches und Irdisches – wie Maria. Beide stehen für die Nähe und die Ferne Gottes.

Zwei exemplarische Werke Barock bilden das Programm: die herzzerreißende Klage der Gottesmutter über ihren toten Sohn, das „Pianto della Madonna“ von Claudio Monterverdi, einer geistlichen Adaption des Lamento d‘Arianna, dem Urtyp des musikalischen Lamento, und Antonio Vivaldis Stabat Mater. Damit knüpft das Konzert auch ein Band zu dem kirchlichen Fest „Gedächtnis der Schmerzen Mariens“, das Mitte September begangen wird.

Solist des Konzerts ist Jan Jerlitschka, in Pforzheim geboren begann er seine gesangliche Ausbildung im Knabenchor capella vocalis Reutlingen. Bald wurde er als Jungstudent an der Musikhoschule in Stuttgart aufgenommen und studiert jetzt am Institut für Alte Musik der Musikhochschule Trossingen Gesang und außerdem Schulmusik. Beim Händel-Jugendpreis der Karlsruher Händelfestspiele wurde er 2016 mit dem zweiten Preis, 2017 mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Begleitet wird er von Sabine Brodbeck und Tilman Aupperle, Barockviolinen, und Reiner Schulte, Cembalo.

Für das Konzert stehen coronabedingt in der Christkönigskirche nur maximal 84 Plätze zur Verfügung. Eine Anmeldung vorab ist nicht möglich, es empfiehlt sich daher, rechtzeitig da zu sein. Für das Konzert gelten ansonsten die üblichen Hygieneregeln. Insbesondere müssen sich alle Besucher vor Ort in eine Liste eintragen.