Es ist es friedvolles Bild, das Gabriel Fauré in seinem Requiem vom Tod zeichnet. Komponiert hat er das Chorwerk zwischen dem Tod seines Vaters und dem seiner Mutter, er selbst war da 42 Jahre alt. 1888 war die Uraufführung in der Kirche La Madeleine in Paris.

Im Gegensatz zu vielen seiner Zeitgenossen verzichtet Fauré auf eine dramatisierende Darstellung des Gesangs „Dies irae“ (Tag des Zorns) und beschränkt sich auf die Vertonung des letzten Verses, dem lyrischen „Pie Jesu“. Und er fügte das tröstliche „In paradisum“ hinzu, das traditionell bei der Überführung des Leichnams von der Kirche zum Friedhof erklingt. „Ins Paradies mögen Engel dich geleiten.“

Am 8. März ist Gabriel Faurés Requiem um 18 Uhr in der St. Johanneskirche in Backnang zu hören. Um 17.40 Uhr beginnt der Ohrenöffner, eine kurze Konzerteinführung.

Zu Faurés Werk treten die „Vier ernsten Gesänge“ von Johannes Brahms, dem letzten Werk, das der Komponist noch zu Lebzeiten in der Druck gegeben hat, und seine Fuge in as-Moll für Orgel.

Ausführende sind die Chorgemeinschaft der Katholischen Gesamtkirchengemeinde, verstärkt von den Solisten Ruthild Zeman (Sopran) und Christian Höppler (Bariton). An der Orgel spielt Klaus Rothaupt. Er war viele Jahre Bezirkskantor in Göppingen, in den 80er Jahren hat er als Kirchenmusiker in Backnang die Mühleisen-Orgel der St. Johanneskirche mitinitiiert. Die Leitung des Konzerts hat Reiner Schulte.