Von Carmen Walter
Gemeindereferentin St. Johannes, Backnang

Der Schriftsteller Josef Reding sagt in einem Text:
„Das schwerste Wort
heißt nicht Popocatépetl
wie der Berg in Mexiko.
Und nicht Chichicastenango
wie der Ort in Guatemala.
Und nicht Quagadougou
wie die Stadt in Afrika.
Das schwerste Wort heißt für viele:
Danke!“
Dabei braucht es nur eine Sekunde, um das Wort „Danke“ auszusprechen. Es gibt so viele Dinge im Leben, für die wir dankbar sein können: die Nachbarn, unsere Nahrung, die Familie, Freunde, der Beruf, ein Leben in Freiheit, Gesundheit, ein tröstendes Wort, die helfende Hand – viele Gründe, um Gott und unseren Mitmenschen „Danke“ zu sagen. Allerdings nehmen wir vieles als selbstverständlich hin und unsere Dankbarkeit tritt ganz in den Hintergrund.
Ein Tag hat 86 400 Sekunden – und genau so viele Möglichkeiten, „Danke“ zu sagen. Versuchen Sie einmal mitzuzählen, wie oft Sie am Tag „Danke“ sagen. Einmal, fünfmal, fünfzigmal? Diese einzelnen Sekunden können soviel bewirken und Gemeinschaft spürbar werden lassen.
Das Erntedankfest, das viele Christen um den ersten Sonntag im Oktober feiern, kann uns daran erinnern, ein paar Dankesekunden Gott und unseren Mitmenschen zu schenken. Probieren Sie’s aus! „Danken“ tut gut!

aus: Backanger Kreiszeitung vom 05. 10. 2019